Dass es schwierig ist, einen ersten Post in einem Blog zu veröffentlichen, liegt auf der Hand: der Inhalt und der Schreibstil und auch die Grundstimmung sind noch nicht klar, es ist wie der erste Pinselstrich auf einer weißen Leinwand.
Man hat zwar das generelle Ziel, wie sich der Blog entwickeln soll, vor Augen und man weiß einigermaßen, was man damit erreichen will (sonst hätte man sich die Mühe ja nicht gemacht), aber wie das alles vermittelt werden soll, ist noch nicht ersichtlich.
Ich weiß zum Beispiel noch nicht, wie ich die Leser ansprechen will, soll ich „Du“ oder „Ihr“ schreiben?
Dieser Blog ist zwar in erster Linie für mich selber bestimmt, dafür, meine Gedanken niederzuschreiben, aber wenn ich das Geschriebene nur für mich behalten wollen würde, könnte ich auch einfach Tagebuch führen.
Ich fange aus einem Bauchgefühl heraus jetzt damit an, Euch anzusprechen und nicht Dich, das klingt weniger „bedrohlich“.
Und um einen kleinen Ausblick auf die Zukunft zu geben, erzähle ich jetzt noch ein bisschen mehr über mich, als das was Ihr auf der „Über mich“-Seite finden könnt.
Ich wohne (wieder) in der süddeutschen Kleinstadt, in der ich aufgewachsen bin, bin Anfang 40 und arbeite Stand 2025 seit einem Jahr in einem mittelständischen Unternehmen im technischen Büro.
Ich schreibe auf der Info-Seite, dass mein Leben die letzten fünf Jahre nicht einfach war. Das ist eine enorm verkürzte Darstellung einer langen Zeit mit vielen Problemen, Herausforderungen, Veränderungen und gemischten Gefühlen.
Ich will zwar hier in meinem ersten Beitrag auch nicht auf die Einzelheiten eingehen, aber einen kleinen Überblick möchte ich doch geben:
Bis Anfang 2020 war ich im Gesundheitswesen in einem festen Arbeitsverhältnis und hatte eine niedrige Führungsposition inne.
Ich war mit der Arbeit schon länger nicht mehr glücklich, hatte aufgrund meiner recht speziellen Ausbildung aber nicht die Möglichkeit, in einem anderen Bereich zu arbeiten.
Aufgrund dessen und mehrerer anderer Gründe, entwickelte ich gesundheitliche und psychische Probleme, die sich schnell zuspitzten und Mitte Januar 2020 meiner Karriere in diesem Betrieb (und Beruf) ein abruptes Ende bereiteten.
Darauf folgte eine längere Krankheitsphase mit Klinik- und Reha-Aufenthalten und Ende 2021 wurde mir von der Rentenversicherung eine Umschulung genehmigt.
Meinen eigentlichen Berufswunsch, der sich über die Jahre herauskristallisiert hatte, konnte ich mir (bzw. wollte mir die Rentenversicherung) zwar nicht erfüllen, aber ich konnte mich schnell mit einer anderen Ausbildung anfreunden, die ich dann auch Mitte 2022 beginnen konnte.
Die zwei Jahre im „Berufsförderungswerk“, wo ich die Umschulung gemacht habe, waren zwar anstrengend und nicht immer angenehm, aber ich bin mit den Umständen zurecht gekommen und konnte die Ausbildung Mitte 2024 erfolgreich abschließen.
Seitdem wohne ich wieder in meiner Heimatstadt, habe eine Stelle in einem „guten“ Unternehmen gefunden, wo ich in mittelgroßen Team arbeite, mit dem ich gut zurecht komme und das mich freundlich aufgenommen hat.
Es hat noch ungefähr ein Jahr gedauert, bis ich in meinem neuen Leben angekommen bin und bis sich eine Art „Alltag“ eingestellt hat.
Es ist zwar nichts mehr wie es bis 2020 war, aber im Großen und Ganzen konnte ich mich mittlerweile mit meiner jetzigen Situation ganz gut anfreunden.
Und da ich inzwischen entspannt mein „zweites“ Leben führen kann, ohne am Horizont schon die nächste Hürde zu sehen, fühlt sich der Alltag für mich richtig gut an.
Und ich habe wieder genug Energie, um meine Gedanken aufzuschreiben, was ich schon immer gern getan habe und was mit auch immer gut getan hat.
Und hier sammle ich meine Gedanken, meine Ideen, meine Freuden und meinen Ärger und schreibe mir die Dinge von der Seele, die mir in den Sinn kommen.
Das hier ist also eine Art Therapie für mich, ein Ventil für positive und negative Themen, die ich nicht für mich behalten will, den Leuten in meinem Umfeld aber auch nicht persönlich erzählen möchte.
Ob in diesem unnötig langen Text wertvolle Informationen stecken, die einen Leser interessieren und ihm Lust auf mehr machen, kann ich nicht beurteilen, das müsst Ihr selber für Euch entscheiden.
Stilistisch ist es aber sicherlich ein kleiner Vorgeschmack auf das, was auf uns, Euch und mich, hier zukommt.
Soviel für heute, bye!
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